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Rosa Blütenpracht am Flussufer

Die Schwanenblume lockt mit ihrer auffälligen Blütenpracht Insekten an und belohnt diese mit duftendem Nektar. (wwp) Foto: Axel Jahn / Loki Schmidt StiftungDie Loki Schmidt Stiftung hat die Schwanenblume (Butomus umbellatus) zur Blume des Jahres 2014 ernannt. Damit soll für den Schutz dieser bedrohten Pflanze geworben werden, die in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Blume des Jahres repräsentiert immer auch einen bedrohten Lebensraum. Bei der Schwanenblume sind dies Flussauen und Marschgebiete, wo sie am Ufer von Altarmen, Gräben und Teichen vorkommt.


Die in Weiß- und Rottönen leuchtenden Blüten der Schwanenblume begleiten uns durch den Sommer. Ihre bis zu anderthalb Meter hohen Blütenstände scheinen über dem Röhricht zu schweben. Einst brachte das Hochwasser in den Flussauen Lehm und Nährstoffe mit sich, die die Schwanenblume benötigt. Der Rückgang der Schwanenblume beruht darauf, dass Flüsse eingedeicht und ihre Auen entwässert wurden. Die Ufer auch der Altarme, Teiche und Gräben wurden verbaut oder immer intensiver genutzt. „Nicht wenige Gewässer sind inzwischen in einem schlechten Zustand oder sogar ganz verschwunden, weil sie verfüllt oder verrohrt wurden. Dies gilt besonders für Gräben in Marschgebieten, an denen die Schwanenblume früher häufig vorkam“, so Axel Jahn, der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung. Die Schwanenblume kann schwankende Wasserstände gut ertragen, besonders wohl fühlt sie sich im flachen Wasser am Ufer. Reiche Bestände finden sich noch an großen Flüssen wie der Elbe, dem Rhein und der Oder. Mit der Wahl der Schwanenblume zur Blume des Jahres wirbt die Stiftung auch für mehr Raum für unsere Flüsse, für einen besseren Umgang mit unseren Flussauen und Marschgebieten, für die Erhaltung und den Schutz von Gräben, Flutmulden, Altarmen und Verlandungszonen. Zahlreiche weitere Pflanzen- und Tierarten würden hiervon profitieren. Die attraktive Pflanze blüht bei uns von Juni bis August. Auf einem hohen Stiel befindet sich ein doldiger Blütenstand aus bis zu 30 weißen oder rosa Einzelblüten, die rot gezeichnet sein können. Ihre Blätter sind grasartig linealisch und dreikantig. Mit ihrer Blütenpracht lockt sie zahlreiche Insekten an. Die Samen werden in den Wind gestreut und über das Wasser verbreitet. Die Schwanenblume vermehrt sich aber auch vegetativ. Im Herbst lösen sich Brutknospen von der Mutterpflanze ab, treiben im Wasser davon und können im Schlamm Wurzeln schlagen. Ihren Namen verdankt die Schwanenblume dem schwanenhalsartig gebogenen Griffel, der in der Blüte auf dem Fruchtknoten gut zu erkennen ist. Da die Schwanenblume eine pflegeleichte Staude ist, wird sie gern in Gärten als Zierpflanze kultiviert. Sie gedeiht gut in der Flachwasserzone von Gartenteichen, aber auch in Miniteichen in einer Schale auf Terrasse oder Balkon. Butomus umbellatus kann im Fachhandel bezogen werden. Keinesfalls sollte sie der Natur entnommen werden, da ihre Bestände Schonung brauchen. Mit der Bekanntgabe der Blume des Jahres 2014 erinnert die Loki Schmidt Stiftung an ihre Gründerin Loki Schmidt (1919-2010), die sich viele Jahrzehnte für den Naturschutz in Deutschland eingesetzt und die Aktion „Blume des Jahres“ im Jahr 1980 ins Leben gerufen hat. (wwp)

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