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MichelLiebe Leserinnen und Leser,

der Hamburger Sportverein im Abstiegsstrudel (man erwägt Herrn Magath um Rat zu bitten), Werder Bremen nicht weit entfernt (die träumen noch von glückseligen Europa-Cup-Zeiten), in Berlin bröckelt Herr Wowereit, der ADAC lügt, die Bundestagsabgeordneten wollen ihr Einkommen aufstocken und Herr Wulf kann sich plötzlich erinnern. Ach ja und Hildesheim hat einen neuen Oberbürgermeister – wenigstens eine gute Nachricht. Ins Ausland wollen wir gar nicht schauen. Ich sage nur Schweiz. Sollen die Schweizer doch ihren Käse alleine essen. Bei uns zu Hause gibt es ab sofort nur noch Milchprodukte von heimischen Kühen. Und die Schweizer Fussball-Nationalspieler sollten sich darauf besinnen wo sie herkommen und ihre Pässe zurückgeben. Dann hat die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft etwa das Potential eines deutschen Landesligisten (Entschuldigung liebe Landesliga). Nun, vermutlich kommen wir ohne die Schweiz aus. Aber die ohne uns?


Die Schweiz genießt die Vorzüge des Binnenmarkts, in den sie fast vollständig integriert ist – der freie Personenverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Wie sich der Volksentscheid juristisch auswirken wird weiß man nicht. Mal schauen, was da in den nächsten drei Jahren so kommt. Aber der Schaden ist angerichtet, die Unsicherheit über die weitere Entwicklung könnte viele Unternehmer und Arbeitnehmer veranlassen, künftig die Alpenrepublik zu meiden. Selbst melken ist wieder angesagt. Selbst melken muss auch wieder André Schmitz, dessen Steueraffäre Herrn Wowereit wohlbekannt war. Warum sollte man denn deshalb seinen wohlverdienten Ski-Urlaub abbrechen? Affären lässt Herr Wowereit scheinbar folgenlos abperlen. Das hat er in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Soll einen, der das S-Bahn-Chaos und das Flughafendesaster überstanden hat, so ein kleiner Steuersünder kratzen? Da ist er wieder, d e r Klaus Wowereit – mit kühler Arroganz lässt der Berliner Bürgermeister spüren, wie wenig ernst er die Affäre nimmt. Er wirkt schon lange so, als interessiere ihn die Stadt mit ihren Problemen nicht mehr. Wer so abgehoben regiert, darf sich nicht wundern wenn die Bürger nichts mehr viel von ihm wissen wollen. Mit Arroganz versuchte auch Ex-Adac-Präsident Peter Meyer noch Anfang des Monats in martialischer Formulierung klarzumachen, wie radikal die Aufklärung über die Verfehlungen seines Clubs ausfallen solle: „Er werde mit der Axt dazwischenschlagen!“ Jetzt kündigte Meyer selbst Hals über Kopf und kam damit seiner Suspendierung zuvor. Ein überfälliger Abgang, dessen Art und Weise viel über das merkwürdige Selbstverständnis des Automobilclubs aussagt. Aber die Millionen werden weitergescheffelt. Immerhin bleibt der ADAC eine excellente Versicherung für Autofahrer unterwegs. Ein paar Millionen kostets auch wenn sich die Abgeordneten im Bundestag in zwei Schüben satte Anhebungen von jeweils fünf Prozent genehmigen. Diesmal den Steuerzahler. Verständlicher wäre die Entscheidung, wenn sie erst für die kommende Legislaturperiode gelten würde. Für die ist aber nur die erstmalige Kürzung der Pensionen vorgesehen. Redlich wirkt das nicht. Mit all diesen Problemen und Anfeindungen muss sich unser neuer Oberbürgermerister nicht auseinander setzen. Der hat ganz andere Prioritäten. Schon die reinen Präsentationsaufgaben stören. Der hat doch keine Zeit. Das Amt des obersten Veraltungsbeamten will ausgefüllt sein. Soll heißen, erstmal muss er überhaupt alle Vorgänge verinnerlichen bevor er „Hand“ anlegt oder Stellung nehmen kann. Die für den 20. Februar vorgesehene gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Schule/Bildung, Sport und Integration, Finanzen, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften und Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr sowie der Ortsräte Stadtmitte/Neustadt und Neuhof/Hildesheimer Wald/Marienrode bezüglich der Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Innenstadt-Grundschulen sowie der Grundschule Neuhof, wurde gleich erstmal verlegt. weil u.a. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer zu einigen Details für den Schulstandort Neuhof intern noch Abstimmungsbedarf hat. Da geht es erst am 31. März weiter. Auch bis dahin wird es ein Riesen-Zeitaufwand sich in alle Vorgänge einzulesen und zu einzuarbeiten. Frau und Kinder werden vom OB wohl erst wieder etwas mehr haben, wenn Sie nach den Sommerferien nach Hildesheim ziehen. Liebe Leser nehmen Sie sich ab und an Zeit. Für sich selbst. Einfach mal zwischendurch. Man muss einfach mal abschalten und tief durchatmen. Der Mensch ist geboren um zu sterben. Aber dazwischen sollte man auch neben allem Stress, die Zeit für Spaß, Spiel und Wohlergehen haben,

meint Ihr

 

PS.: Ich vergaß: Herrn Wulfs Amnesie bessert sich. Entgegen seiner früheren Aussagen hat Wulff am letzten Montag zugegeben, von den Urlauben Glaesekers bei Schmidt gewusst zu haben. Und Hannover 96 hat auch schon wieder verloren. Wie war das mit dem VfV/06 hatte da jemand irgendwie von Aufstieg gesprochen?

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