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Liebe Leserinnen und Leser,

es war einer jener Momente in der „die Welt den Atem anhält“. Die Nachricht von den schrecklichen Anschlägen in Paris. In Paris begangen, gegen Europa gerichtet. Inzwischen über 130 Menschen ließen ihr Leben, einige der fast 350 Verletzten ringen auch jetzt noch, eine Woche später, mit dem Tod. „Die Welt hielt den Atem an“ wie beim Olympia-Attentat 1972, am 11. September 2001 beim Terroranschlag auf das World Trade Center oder am 22. November 1963 als John F. Kennedy im Kugelhagel eines verwirrten Attentäters starb.


Als Kennedy getötet wurde war ich erst 10 Jahre alt, verstand nichts von Politik. Aber Kennedy kannte ich. Kein Tag verging, an dem Amerikas Held nicht im Fernsehen erschien. Gerade erst war das „Zweite deutsche Fernsehen“ aus der Taufe gehoben. Wir empfingen nur „Erstes“, „Zweites“ und „Ostzone“. Ich schlief bereits als die Nachricht über den Bildschirm flimmerte. Mein Vater weckte mich und erzählte von der Ermordung. Ich verstand deren Bedeutung nicht. Aber ich spüre noch heute den Ernst und die Erschütterung meines Vaters, die Bedeutung des Momentes als „die Welt den Atem anhielt“. Unabhängig von Politik und Herkunft. So war es auch jetzt. Fassungsloses Entsetzen. Weltweit. Trotz Bemühungen aller Sender und dem Versuch vieler Experten die Situation zu erklären, es geht über die Sinne hinaus, ist unfassbar. Bleibt Trauer, Mitgefühl und Angst. Schon jetzt ist absehbar: Die Anschläge von Paris werden Folgen für ganz Europa haben. Präsident Hollande sprach von Krieg, bezeichnete die Attentate als „Angriff auf uns alle, auf unsere Freiheit“. Auf der ganzen Welt werden die nationale Sicherheit und Gesetze überprüft. Präsident Putin hat die Weltgemeinschaft zum „Kampf gegen den Teufel“ aufgerufen. Werden die westlichen Staaten und auch die NATO jetzt stärker und gezielt in den Krieg in Syrien eingreifen? Der Terror darf uns nicht einschüchtern. Auch nicht im Alltag. Sonst haben die Terroristen ihre Ziele erreicht. Und diejenigen die die Anschläge politisch nutzen wollen und Ängste, Hass und Argwohn schüren, gegenüber Ausländern, Migranten oder Deutschen mit solchen Wurzeln, egal ob Moslem oder Christ, darf kein Raum gegeben werden. Die Terroristen kommen von außen, jenseits von Gut – nur Böse. Ja, wir gehen wie immer zum Fussball, ins Konzert, zum Weihnachtsmarkt.

 

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