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Region Hannover nach Braunschweig im Ranking gehobene Mitttelklasse

Gelsenkirchen ist die faulste Stadt Deutschlands, München die fleißigste. Das ist das Ergebnis einer Bewertung der 50 größten deutschen Städte nach Fleiß und Leistung, die der Mathematiker und Investmentbanker Gerald Hörhan* gemeinsam mit einem Team von Mathematikern durchgeführt hat. Dies im Rahmen von Hörhans Recherchen für sein Buch "Null Bock Komplott", in dem er nachweist, dass ein Übermaß an Regeln und Kontrollen die Leistungsträger demotivieren und damit die Faulheit fördern. Die Basis der Bewertung bilden volkswirtschaftlichen Daten des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln wie Bruttoinlandsprodukt, verfügbares Einkommen und Arbeitsunfähigkeitstage je Einwohner, oder etwa die Zahl der privaten Schuldner oder der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss (Reihung siehe unten).


 Chemnitz und Dresden vorbildlich

Die faulste Stadt Deutschlands ist Gelsenkirchen. „Gelsenkirchen hat wie auch andere Städte im Ruhrgebiet nicht rechtzeitig auf Veränderungen reagiert und wurde damit zu einem typischen Beispiel für den Teufelskreis der Faulheit“, analysiert Hörhan. „Fast jede Stadt hat in ihrer Geschichte mit Problemen wie einem sterbenden Industriezweig oder einem abwandernden Konzern zu kämpfen. Dann kommt es darauf an, wie sie reagiert. Wenn sie Arbeitsplätze ohne Zukunft subventioniert und sich von öffentlichen Geldern abhängig macht, statt in Innovationen und Bildung zu investieren, hat der Teufelskreis der Faulheit schon begonnen. Die Fleißigen, die dazu in der Lage sind, ziehen weg oder lassen sich demotivieren und werden selber faul, bis die Faulen in der Mehrheit sind. Städte wie Bochum (Platz 20), Solingen (Platz 29) oder Mühlheim an der Ruhr (Platz 32), die ähnliche Voraussetzungen wie Gelsenkirchen haben, zeigen, dass es auch anders geht.“ Es sei symptomatisch, dass Gelsenkirchen statt auf Forschung und Entwicklung auf die Hundesteuerbefreiung für Hartz IV-Empfänger setze, meint Hörhan. Ein Bild, das Hörhan nicht nur anhand des Ruhrgebietes, sondern auch anhand des Ostens Deutschlands zeichnet. Halle (Platz 4) und Leipzig (Platz 12) gehören zu den faulsten Städten Deutschlands, während Chemnitz (Platz 25) im Mittelfeld liegt und Dresden (Platz 37) zu den fleißigen Städten gehört. Dresden profitiert dank einer attraktiven Standortpolitik von Konzernen wie GlaxoSmithKline oder Volkswagen.

Faulheits-Hochburg Berlin

Dass das Ausmaß an Faulheit in einer Stadt davon abhängt, wie Politik gemacht wird, belegt für Hörhan Berlin als die fünftfaulste Stadt Deutschlands. Berlin hat die meisten Arbeitslosen, was vor allem an der schlechten Bildung und der mangelnden Leistungsbereitschaft liegt. Zwar boomt die Wirtschaft in Berlin, doch Arbeitgeber finden kaum qualifiziertes und motiviertes Personal, weshalb bei freien Jobs Zuwanderer aus anderen Städten zum Zug kommen. „Berlin lebt überproportional von Transferleistungen und macht es sich damit auf Kosten anderer Städte bequem“, sagt Hörhan. Im Ranking der faulsten Städte weit oben steht auch Dortmund. „Offensichtlich fleißig ist dort nur die Fußballmannschaft, wovon die Hotellerie profitiert. Doch darüber hinaus ist in Dortmund nicht viel los“, meint Hörhan.

München, Münster und Frankfurt am fleißigsten

Die fleißigste Stadt Deutschlands ist München, und auch das ist für Hörhan kein Zufall, sondern Folge einer in diesem Fall richtigen Politik. „München lag noch in den 1950er-Jahren als Teil einer landwirtschaftlich geprägten Region in einem Armenhaus Deutschlands. Doch massive Investitionen in Infrastruktur und Forschung, in Lebensqualität und Konzernansiedlungen haben statt dem Teufelskreis der Faulheit den Kreislauf von Fleiß und Leistung in Gang gebracht“, sagt Hörhan. „Silicon Saxony ist nicht zufällig zu einem international bekannten Begriff geworden. Das ist dem Fleiß der Münchner zuzuschreiben.“ Die zweitfleißigste Stadt Deutschlands, Münster, habe diesen positiven Kreislauf ausgelöst, indem sie als Universitätsstadt auf Bildung gesetzt habe. Frankfurt ist im Ranking „als internationalste Stadt Deutschlands, die auf Weltniveau arbeitet und in der Konkurrenzdruck keine Faulheit zulässt“ (Hörhan) die drittfleißigste Stadt.


 Das Ergebnis:

  1 Gelsenkirchen

  2 Herne

  3 Duisburg

  4 Halle (Saale)

  5 Berlin

  6 Hamm

  7 Oberhausen

  8 Dortmund

  9 Mönchengladbach

10 Krefeld

11 Wuppertal

12 Leipzig

13 Lübeck

14 Rostock

15 Essen

16 Hagen

17 Magdeburg

18 Kiel

19 Kassel

20 Bochum

21 Saarbrücken, Regionalverband

22 Aachen, Städteregion

23 Erfurt

24 Ludwigshafen am Rhein

25 Chemnitz

26 Osnabrück

27 Bielefeld

28 Oldenburg

29 Solingen

30 Bremen

31 Hannover, Region

32 Mülheim an der Ruhr

33 Mannheim

34 Köln

35 Braunschweig

36 Freiburg im Breisgau

37 Dresden

38 Leverkusen

39 Wiesbaden

40 Nürnberg

41 Bonn

42 Düsseldorf

43 Augsburg

44 Karlsruhe

45 Hamburg

46 Mainz

47 Stuttgart

48 Frankfurt am Main

49 Münster

50 München


 *Gerald Hörhan gewann als Jugendlicher die Silbermedaille bei der internationalen Mathematik-Olympiade, studierte in Harvard angewandte Mathematik und Betriebswirtschaft und schloss mit magna cum laude ab. Er arbeitete für McKinsey & Co und sammelte bei JP Morgan Wall-Street-Erfahrung. Er ist Eigentümer eines international tätigen Corporate-Finance-Unternehmens und Spezialist für Investmentbanking, Corporate Finance, Private Equity und Alternative Investments. Er ist Autor der Bestseller „Investment Punk“ und „Gegengift“. Eben erschienen ist sein Buch „Null Bock Komplott – Warum immer die Weicheier Karriere machen und wie ihr es trotzdem schafft“.

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