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GeschichteDie Geschichte der Hildesheimer Gymnasien zur Zeit des Dritten Reiches ist ein besonderer Teil der Stadtgeschichte, der Dr. Werner Seidler schon während seiner langjährigen Tätigkeit als Geschichtslehrer an der Marienschule besonders am Herzen gelegen hat. 2011 wurde die umfangreiche, 656 Seiten starke Arbeit dazu als Dissertation an der Universität Hildesheim angenommen und erscheint nun als Band 33 in der Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek im Gebrüder Gerstenberg Verlag. „Die vorliegende Arbeit widmet sich einer Epoche der Hildesheimer Stadtgeschichte, die bislang nur wenig erforscht ist: Der Zeit des Dritten Reiches. Sie stellt einen weiteren wichtigen Baustein zur Erhellung der Stadtgeschichte während der NS-Zeit dar und ergänzt auf willkommene Weise unsere bisherigen Kenntnisse“, so Herausgeber Professor Dr. Herbert Reyer, Leitender Direktor des Stadtarchivs.


Die Publikation greift mit den damaligen fünf Gymnasien (Andreanum, Goetheschule, Josephinum, Marienschule und Scharnhorstschule) und ihrer Bildungs- und Erziehungspraxis ein Themengebiet auf, das besonders hinsichtlich folgender Fragestellungen untersucht wurde: 1. Haben sich Hildesheims Gymnasien der NS-Ideologie mehr als unvermeidbar, vielleicht sogar bereitwillig geöffnet, oder sind sie 2. eher Stätten des, wenn schon nicht offenen, so doch zumindest latenten Widerstandes gewesen? Neues, bisher unerforschtes, vor allem in Berliner Archiven aufgefundenes Quellenmaterial stellt die Untersuchung auf eine breite, wissenschaftlich fundierte Grundlage und ermöglicht so erstmals ein weitgehend authentisches Bild dieser Schulen, dessen Aussagewert überdies weit über den lokalen Raum hinaus für die deutschen Gymnasien der NS-Zeit von Bedeutung ist. Zeitzeugenaussagen von 85 Schülerinnen und Schülern jener Jahre ergänzen die Aussagen der bearbeiteten Dokumente in anschaulicher Weise. Im Verlag Gebrüder Gerstenberg hat Bereichsleiter Sven Abromeit die Produktion des Bandes begleitet. Abromeit hebt neben der immensen Recherchearbeit vor allem den verständlichen und gut lesbaren Schreibstil des Autors hervor: „Bei deutschen Historikern leider keine Selbstverständlichkeit!" Gegenstand und besondere Qualität des Werkes führten bereits vor dem Abschluss des Promotionsverfahrens zur Entscheidung, das Buch in die Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim aufzunehmen. Angesichts seines außergewöhnlichen Umfangs stellte das Werk den Herausgeber allerdings vor die nicht leichte, dann aber doch erfolgreich gelöste Aufgabe, die für den Druck des beachtlichen Werkes benötigten finanziellen Mittel zusammen zu bekommen. Neben den städtischen Mitteln und der schon traditionellen Förderung des Vorhabens durch den Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein, haben nicht weniger als sechs weitere Institutionen die Drucklegung dieses Buches sichergestellt. „Mein besonderer Dank gilt dem Bistum Hildesheim, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, dem Landeskirchenamt, dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt, der Kulturstiftung Sparkasse Hildesheim, dem Landschaftsverband Hildesheim und den VGH-Versicherungen-Landschaftliche Brandkasse Hannover. Sven Abromeit vom Verlag Gerstenberg danke ich für die gewohnt gute Zusammenarbeit und die umsichtige Begleitung der Drucklegung“, erklärt Professor Reyer.

„Die Hildesheimer Gymnasien im Dritten Reich.
Ein Beitrag zur Ideologisierung von Bildung und Erziehung“ von Werner Seidler
ISBN 978-3-8067-8768-9 – 39,90 Euro

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