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SchwachSuper 

Bella R.Liebe Leserinnen und Leser,
ich habe Silvester im Schnee erlebt. Also jetzt nicht nur Silvester. Ich habe meinen Menschen mal über den Jahreswechsel so richtig Bayern gezeigt. So hoch, dass wir immer Schnee hatten und immerhin noch so niedrig, das wir das nächste Dorf per Pedes erreichen konnten. Jedenfalls ich und mein Mensch der so gut riecht. Das waren da schon zwei Stunden strammer Marsch. Mein Mensch hat höchstens mal einen Spaziergang gemacht. „Ich hänge ab!“, hat er verkündet. „Häh?“ - „Ich hänge ab“ - was soll das denn heißen. Ein bisschen Angst hatte ich ja schon, dass dieser doch an sich ganz liebe Kerl, plötzlich an der Gardinenstange hängt. Ich hätte ihn vermisst.

Aber „abhängen“ ist so ein Ausdruck, den mein kleiner Mensch mitgebracht hat. Das heißt „chillen“ hat der mir erklärt. Du liebe Zeit, was’n das nu wieder. „Na, wenn du dich da pausenlos auf deinen Kissen und Decken rumdrückst und am Schlafen bist, das nennt man ‘chillen’!“, wurde mir erklärt. Gut okay. Genauso kam es auch. Mein Mensch chillte. Stundenlang. Fast den ganzen Tag und nachts. Mit meinem Menschen der so gut riecht habe ich jedernfalls im Schnee getobt und wir sind ganz viel gelaufen. Da waren hohe Berge ringsum, ein See und Riesenbäume. Außerdem gab es Barry. Ein Riesenhund, ganz schwarzes Fell und richtig gemütlich. Der hatte die Ruhe weg. Legte sich mitten in den Weg und die Besucher mussten über den wegsteigen. Einmal habe ich ihm aber zeigen müssen, wo der Hammer hängt. Hatte ich doch wegen Pflege der mithündischen Beziehungen neben einen Herrn auf der Bank Platz genommen, der gerade einen Schinkenteller abräumte und angesetzt dem zu erklären, das Schinken an sich eine großartige Sache sei und Geben seeliger mache als nehmen, da kommt doch dieser schwarze Riesaenkerl an den Tisch und legte seine Schnauze drauf. Klar, der hatte auch den Schinken im Auge. Aber Hallo, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich habe ihn kurz wütend angeschnauzt und als er nicht gleich abhaute, ins Ohr gekniffen. Sie hätten mal sehen sollen, was der Kerl vor meiner Autorität gekuscht hat. Und der feine Herr mit dem Schinken hatte Mitleid und Verständnis für eine halb verhungerte, kleine, hübsche Hündin, die so vernachlässigt gucken kann. Den ein oder anderen Happen Schinken nahm ich ihm ab. Jetzt habe ich die Figurprobleme, die er sonst gehabt hätte. Aber das macht man ja gern. Wenn es um Nahrung geht, bin ich immer hilfsbereit. Obwohl mich meine Menschen auf rationierte Futterportionen gesetzt haben, wiege ich immer noch gut 1,5 Kilogramm zuviel - sagt mein Mensch. Aber der dürre Schmachthaken ist voreingenommen. Liebe Mitmenschen und -hunde gerade im Winter sind ausreichende Mahlzeiten wichtig. Stets einen vollen Teller wünscht Bella

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Die nächste Ausgabe wird online gestellt am:

03.02.2018 - 00:01 Uhr

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