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Projektleiter der Diakonie Himmelsthür stellt im Ortsrat

Pläne für CapMarkt vor Sorsum

Die Diakonie Himmelsthür will in Sorsum einen Supermarkt erbauen und betreiben. Jörg Plehn, Geschäftsführer der proWerkstätten Himmelsthür und Projektleiter, hat die Pläne in der letzten Ortsratssitzung vorgestellt. Der Einkaufsmarkt soll am Ortseingang entstehen, an der Sorsumer Hauptstraße zwischen Morgenstern und der Straße Am Nordfeld. Dort ist ein Baugebiet für etwa 20 bis 25 Einfamilienhäuser geplant.


Die Diakonie Himmelsthür will dort einen so genannten CapMarkt eröffnen, der in doppelter Hinsicht integrativ arbeitet. Der Markt werde ein Vollsortiment anbieten, das von Edeka geliefert wird, erläuterte Jörg Plehn. Auch das Preis-Niveau werde etwa dem von Edeka- oder Rewe-Märkten entsprechen. Zusätzlich wollen die proWerkstätten Bio-Erzeugnisse aus eigener Produktion im Markt verkaufen. Das Besondere an diesem Modell: 40 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären Menschen mit Behinderung. Auf diese Weise, so Jörg Plehn, entstünden neue, attraktive Arbeitsplätze für die Kundinnen und Kunden der Diakonie Himmelsthür. Die Innengestaltung des Marktes ist ebenfalls besonders auf Menschen mit einem Handicap abgestimmt – daher der Name CapMarkt. Die Gänge zwischen den Waren sind besonders breit, um auch mit Rollstuhl oder Rollator gut befahrbar zu sein. Die Regale sind nicht so hoch befüllt, damit die Artikel besser zu erreichen sind. Das Personal hilft außerdem auf Wunsch beim Einkauf. Ein solcher Markt sei also auch für alte Menschen besonders attraktiv, so Jörg Plehn. Wie er berichtete, hat die Diakonie Himmelsthür im Jahr 2013 schon zwei Mal mit Investoren einen Supermarkt Am Nordfeld geplant, dies sei jeweils an den Kosten gescheitert. Bei der neuen Variante verzichte die Diakonie Himmelsthür auf außenstehende Investoren, sondern bringe das Geld selbst auf. Jörg Plehn rechnet mit rund 1,5 Millionen Euro für Grundstück, Gebäude, Inneneinrichtung und die erste Ausstattung mit Waren. Da es sich um ein gemeinnütziges Projekt handele, könnten die proWerkstätten außerdem mit Förderungen, beispielsweise von der Aktion Mensch, rechnen. Er erwarte den Abschluss der Wirtschaftlichkeitsprüfung in sechs bis acht Wochen. Danach könne die Detailplanung beginnen. Ingenieur Ralf Krumwiede stellte die Pläne für das Gebäude vor. Üblicherweise werden CapMärkte in verlassenen, bestehenden Marktbauten untergebracht. Damit der Neubau in diesem Fall nicht zu teuer werde, solle er in Stahl-System-Bauweise errichtet werden. Ralf Krumwiede zeigte zum Vergleich Bilder eines Marktes, den er gerade in Fuhrberg bei Burgwedel als Genossenschaftsladen gebaut hat. Das Gebäude soll eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern haben und 4,55 Meter hoch werden. Auf dem Grundstück werde er das Gebäude so platzieren, dass die Front in Richtung der Bundesstraße 1 zeige, die Rückseite zu den bestehenden Wohnhäusern. Der Bau halte zehn Meter Abstand zu den Nachbargrundstücken und schirme Geräusche vom Parkplatz mit 50 Stellplätzen vor den Anwohnern ab. Einzelheiten der Ausstattung – ob beispielsweise ein Schlachter oder Bäcker mit einziehen – seien noch offen. Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp kündigte für Dienstag, den 25. März, um 19 Uhr eine Bürgerversammlung in der Gaststätte „Güldener Winkel“ an. Dort könne über den geplanten Markt diskutiert werden. Zuhörer der Ortsratssitzung kritisierten beispielsweise die geplante Zufahrt über die Sorsumer Hauptstraße, da sich hier auch die Bushaltestelle befindet. Ralf Krumwiede betonte mehrfach, die Planungen sollten in enger Abstimmung mit den AnwohnerInnen erfolgen: „Wir wollen für und mit den Sorsumern einen attraktiven Supermarkt errichten.“ Der Betreiber des kleinen Edeka-Frischemarktes im Ortskern hatte schon 2011 seine Geschäftsaufgabe angekündigt und nur auf Drängen der Bürgerinnen und Bürger weitergemacht.

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