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Standsicherheit nicht mehr gewährleistet – Fällung unausweichlich

Immer wieder kommt es vor, dass die Stadt Bäume fällen muss. Teilweise sind sogar Bäume betroffen, die eigentlich aufgrund der Baumschutzsatzung gar nicht gefällt werden. Wenn jedoch die Standsicherheit eines solchen Baumes von den Experten der städtischen Grünpflege nicht mehr gewährleistet werden kann und potenziell Menschenleben gefährdet sind, gibt es leider keine Alternative zur Fällung. So wie am Montag auch bei einer etwa 80 Jahre alten Weide in der Nähe des Hohnsensees.


Eingehende Untersuchungen des städtischen Baumkontrolleurs Ralf Severith hatten ergeben, dass der Baum nicht mehr an allen Stellen des Stammes die in diesem Fall mindestens erforderliche Restwandstärke von 26 Zentimetern aufwies. Die Ursache: Massive Stammfäule. Hinzu kamen noch eine alte Schnittwunde, Aushöhlungen des Stammes mit weiteren Faulstellen sowie eine deutliche sichtbare Neigung des Baumes, sodass Severith mit Blick auf den angrenzenden öffentlichen Weg durch die stark frequentierte Grünanlage nur zu einem Schluss kommen konnte: „Die Standsicherheit ist nicht mehr gewährleistet, die Fällung unausweichlich.“ Diese wurde im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Dr. Kay Brummer (Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr) und Heinz Habenicht (Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün) vollzogen. Dr. Meyer hatte im Rahmen seiner Antrittsrede im Stadtrat angekündigt, er werde sich um die immer wieder in der Kritik stehende Grünpflege der Stadt persönlich kümmern. Nur eine Woche später ließ er bereits Taten folgen und überzeugte sich vor Ort von der Sinnhaftigkeit der Fällung. „Ich kann verstehen, dass den Bürgerinnen und Bürgern das Herz blutet, wenn solch ein markanter Baum gefällt wird. Das geht mir und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genauso: Selbstverständlich würden diese nichts lieber tun, als den Baum zu erhalten. Wenn aber triftige Gründe dagegen sprechen, bleibt ihnen keine andere Wahl, schließlich tragen sie die Verantwortung für die Verkehrssicherheit in dieser Stadt. Gerade an Wegen muss hierauf besonders geachtet werden.“ Eine Ausgleichspflanzung für die Weide wird vorgenommen.

„Für die etwa 300 Bäume, die pro Jahr im Stadtgebiet gefällt werden, pflanzen wir auch 300 Bäume nach, jedoch nicht immer an gleicher Stelle“, erläuterte Heinz Habenicht dem Oberbürgermeister auf dessen Nachfrage. Dieser konnte sich nur wenige Meter vom Standort der gefällten Weide entfernt auch ein Bild davon machen, dass – wenn es der Einzelfall zulässt – alles für den Erhalt eines nicht mehr gesunden Baumes getan wird: Heinz Habenicht erklärte, wie eine ebenfalls von Misteln befallene Weide von vergleichbarer Größe mit Pflegemaßnahmen noch für ein paar Jahre erhalten werden kann, ohne dass an dieser Stelle die Verkehrssicherheit gefährdet ist.

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