Der freche Monatsanzeiger mit Informationen, Unterhaltung, Tipps, Trends,
Terminen und Inserationen aus Stadt und Land Hildesheim

31134 Hildesheim • Telefon: 0 51 21/2 04 07 33 • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beratungsstellen, hilfreiche Kontakte und verlässlicher Rat

Helmut AßmannMit mehr als 46.000 Euro hat das Projekt „Familien in Not“ (FiN) im vergangenen Jahr Eltern und Kindern geholfen. Doch das wirkliche Maß der Unterstützung lasse sich an einer solchen Summe nicht ablesen, betonte Fundraiser Pastor Robert Smietana beim Stifterabend für die Förderinnen und Förderer des Projektes. Wesentlich sei die Begleitung der Familien durch Sozialpädagogin Anja Hoppe: Zusätzlich zur Finanzspritze in einer aktuellen Notsituation könnten die Eltern mit ihren Kindern auf ein Netz von Beratungsstellen des Diakonischen Werkes Hildesheim, hilfreiche Kontakte sowie verlässlichen Rat zählen. Im Jahr 2013 habe „Familien in Not“ 31 Familien unterstützt, denn die staatliche Unterstützung reiche eben manchmal nicht, sagte Anja Hoppe.


Für die Fahrtkosten, um ein Therapieangebot in Hannover zu nutzen, oder für Verkehrsmittel, damit der Familienvater weiterhin seinen Arbeitsplatz erreichen könne. Für die Sportfreizeit der Kinder oder das Lernmaterial. Die Erfolge ihrer Arbeit ließen sich nicht in Tabellen darstellen, so die Sozialpädagogin, denn am Ende sei die Begleitung das Entscheidende. FiN helfe dort, wo der Wille zur Veränderung vorhanden sei. Wo Eltern aufgrund einer Krise gerade ihre eigenen Kompetenzen nicht voll einsetzen könnten, in der Phase der Trennung zum Beispiel, oder weil sie als Alleinerziehende sich selbst und ihre Kinder überfordern. „Familien in Not“ startete im Jahr 2005 mit einer Spende von 400 Euro: Er habe damals vor Weihnachten unter den Kollegen für eine bedürftige Familie gesammelt, erzählt Thomas Buschjohann, Mitgründer des Projektes. Doch wie die richtige Familie finden, das Geld sinnvoll einsetzen? Bei der Suche entstand der Kontakt zum Diakonischen Werk und der Gedanke: „Warum kann man diese Idee nicht weiter treiben?“ 2011 führte das zur Gründung einer Stiftung. Landessuperintendent Eckhard GorkaGerade Firmen aus der Region sollten sich engagieren, meint Thomas Buschjohann. Neben Geld seien auch Kontakte wichtig, zum Beispiel bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen. So könnten Spender und Stifter „Ermöglicher“ sein, jungen Menschen Bildungschancen eröffnen und der Wirtschaft ein Potential an Nachwuchskräften. Neu eingeworbene Zustiftungen belohne die Landeskirche mit einem Zuschlag von einem Drittel der Summe, lockte Robert Smietana. Gastredner beim Stiftungsabend war Emin Tuncay, Dialogbeauftragter der türkisch-islamischen DiTiB-Gemeinde in Hildesheim. Er sprach über den Gedanken der Mildtätigkeit im Islam. Es sei eine Verpflichtung jedes Gläubigen, zweieinhalb Prozent seines Emin TuncayBesitzes an Bedürftige zu verteilen, erklärte Emin Tuncay. „Das ist Gottesdienst und dient der Seele.“ Dahinter stehe die Vorstellung, Besitz, Zeit und Talente seien von Gott anvertrautes Gut. Allerdings gebe es bei den Muslimen keine Einrichtungen wie die Diakonie, sondern die Hilfe für Bedürftige geschehe persönlich, durch direkten Kontakt. In Hildesheim lebten etwa 2500 Muslime, etwa ein Drittel praktiziere den Glauben. Doch alle Gläubigen fänden sich irgendwann in der Moschee als Angelpunkt des Lebens ein. „Die Mildtätigkeit ist im Islam, Christentum und Judentum gleichermaßen von Bedeutung“, sagte Emin Tuncay. „Glauben Sie mir, wir haben mehr Verbindendes als Trennendes.

Text und Fotos: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)

Kommentar hinzufügen

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Aktuell sind 9 Gäste und keine Mitglieder online

Die nächste Ausgabe wird online gestellt am:

03.02.2018 - 00:01 Uhr

Noch

 

Marktplatz

Online-Kleinanzeigen-

markt