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Abschied

 

Seinen letzten öffentlichen Auftritt gestaltete Oberbürgermeister Kurt Machens, am vergangenen Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt Hildesheim, souverän und humorvoll. Er verzichtete darauf Seitenhiebe zu verteilen oder „alte Geschichten“ aufzuwärmen. Die Gäste erlebten einen aufgeschlossenen Kurt Machens, der zuletzt, gleichwohl ein wenig wehmütig, doch erschien, als freue er sich auf eine Zukunft, ohne „die schwere Last der Stadt Hildesheim auf den Schultern zu tragen". Zeit für die Familie wolle er sich nehmen, erwähnte dabei seinen 10 Monate alten Enkel „Paul“, der Opas Rede samt Eltern beiwohnte. Was sein zukünftiges Tagwerk angeht, ließ er im Nebel. Niemand glaubt jedoch daran, dass Machens künftig als Privatier „die Hände in den Schoß“ legen wird. Beim Dank an seine Mitarbeiter hob er besonders die Dezernenten Antje Kuhne und Dirk Schröder hervor. Dr. Kay Brunner kam nicht vor. Auch den Ablauf des Wahlkampfes gegen Dr. Meyer ließ er unerwähnt. Durch seine gesamte Abschied zog sich ein positiver Klang. Keine Abrechnung, kein Nachtreten, keine Bitterkeit. Seinem Nachfolger Dr. Ingo Meyer wünschte er vorbehaltlos „eine gute Hand für unsere Stadt“. Ein großartiger Auftritt und ein starker Abgang.


Neujahrempfang 2014 Stadt HildesheimRund 500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren am 26. Januar auf Einladung von Oberbürgermeister Kurt Machens zu Gast beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Hildesheim im Rathaus. Die Veranstaltung, die musikalisch von Uwe Tobias Hieronimi, Friedemann Seitzer und Mango Y Papaya sowie einer szenischen Darbietung der Stadtführerinnen bereichert wurde, stand ganz im Zeichen des Abschieds von Kurt Machens, der zum 1. Februar die Führung der Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Dr. Ingo Meyer übergibt. Neujahrempfang 2014Die Gäste bedankten sich mit langanhaltendem Beifall bei Kurt Machens für dessen Verdienste um die Stadt Hildesheim. Bürgermeister Ekkehardt Palandt bedankte sich in einer bewegenden Rede im Namen der Stadt für die Leistung Kurt Machens: „Für 27 Jahre im Rathaus möchte ich Ihnen heute Danke sagen. Sie haben über Jahre hinweg Ihre, Ihre Kraft, Ihren Ideenreichtum und Ihre Begabung in den Dienst unserer Stadt gestellt und an unzähligen Entscheidungen die Verantwortung getragen, die das Bild unserer Stadt geprägt haben!“ NeujahrsempfangZu Beginn des Empfangs hatten bereits Landrat Reiner Wegner und TfN-Intendant Jörg Gade die Leistung des scheidenden Oberbürgermeisters, gerade auch hinsichtlich der Neuaufstellung des TfN, entsprechend gewürdigt. In seiner Neujahrsrede dankte Machens nicht nur dem Landkreis und den Gemeinden für die „intensive Zusammenarbeit“, sondern auch allen Bürgerinnen und Bürgern, den Partnern der Stadt und all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Engagement sowie seiner Familie für die Unterstützung während seiner Amtszeit. Insbesondere hieß er seinen Nachfolger Dr. Ingo Meyer herzlich willkommen. Selbstverständlich blickte der scheidende Oberbürgermeister zurück auf seine Amtszeit. Besonders wichtig sei ihm stets die Förderung des ehrenamtlichen Engagements Stadt gewesen:Neujahrsempfang 2014 „Diese Arbeit für die Zukunft zu flankieren und weiterhin möglich zu machen, ist eine der wichtigsten Arbeiten von Rat und Verwaltung. Dabei ist es aus meiner Sicht ungeheuer wichtig, das lokale Handeln zum Wohle der Stadt in den Mittelpunkt der Arbeit der jeweiligen Gremien zu stellen. Ganz deutlich weniger gewichtig erscheint es mir da, eigene Parteiprogramme abzuarbeiten.“ Eine wichtige Rolle bei der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern nehmen laut Machens die Ortsräte ein: „Ich halte die Ortsräte und die Ortsbürgermeister für das naheliegendste Ohr der Neujahrempfang 2014Stadt am Bürger. Das heißt Bürgerwille, Bürgerintention, Bürgerinitiativen sollten gebündelt durch die Ortsräte in die Stadtverwaltung und den Rat getragen werden.“ Das gelinge auch in vielen Ortsräten. Aber: „In anderen wiederum geht der Gestaltungswille auch deutlich über die Zuständigkeitsgrenzen hinaus. Und darin liegt die Gefahr, dass Ortsräte das Gesamtwohl der Stadt Neujahrempfang 2014aus den Augen verlieren und mitunter ihre Stadtteilbewohner auch enttäuschen müssen.“ Aufgrund der gelungenen Haushaltskonsolidisierung über Zukunfts- und Finanzvertrag habe sich die Stadt ihre Handlungsfähigkeit erhalten, bilanzierte der Oberbürgermeister. Die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung seien somit gegeben. Bezüglich wichtiger Investitionen in Schulen, Bildung, Infrastruktur und Verwaltung könnten alle notwendigen Entscheidungen in nächster Zeit getroffen werden, so Machens. Neujahrempfang 2014Besonders zukunftsträchtig sei die Entwicklung des Gewerbeparks Nord, wo in den nächsten 20 Jahren 7000 bis 8000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten: „Ich hoffe sehr, dass es gelingt, der Landesregierung zu verdeutlichen, dass eine Unterstützung dieses Projektes, ganz eng und tatsächlich im Zusammenhang steht mit der Entwicklung Südniedersachsens. Die Infrastruktur durch den dritten Autobahnanschluss, Kanal und Flugplatz, auch die angeschlossenen Bahngleise bieten idealste Voraussetzungen.“ Auch auf dem Bildungssektor – hier nannte der OB als Beispiele den „Kulturcampus“, den Neubau des Universitätsgebäudes sowie den gerade entstehenden „HAWK-Campus“ – sei die Stadt hervorragend aufgestellt. In Sachen „Kultur“ präsentierte Machens eine interessante NeujahrempfangZukunftsvision einer „Hildesheimer Museumsinsel“ aus neuem Diözesanmuseum, RPM mit integriertem Stadtmuseum, sanierter Martinikirche und dem Center of World Music. Das ist dann schon eine beachtliche Museumsinsel – eigentlich nur noch dadurch zu toppen, indem man das geschlossene Kleinwagenmuseum in Störy mit in die Stadt holt und publikumsattraktiv aufstellt.“ Was die weitere touristische Erschließung der Stadt anbelange, „wird es auch nötig sein, Neujahrempfangeine innovative touristische Buslinie, und wie erprobt möglichst umweltfreundlich mit Solarbetrieb, an die wesentlichen touristischen Highlights Hildesheims zu legen“, blickte Machens voraus. Am Ende seiner Rede zog der Oberbürgermeister ein ganz persönliches Fazit seiner Amtszeit: „Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam vorangebracht haben, mein hohes persönliches Engagement war dabei stets an der Sache orientiert. Ich bin sehr dankbar, dass ich für Sie arbeiten durfte. Das Amt des OB ist eine höchst ehrenvolle Aufgabe. Ich wünsche mir für Dr. Meyer eine gute Hand für unsere Stadt, im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger! Vom kommenden Samstag an bin ich nicht mehr öffentlich. Danke und Adieu!“

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