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Kooperationspartner ziehen positive Zwischenbilanz

Seit dem Frühjahr setzt die Stadt das vom Rat beschlossene Streetwork-Konzept um: An einschlägig bekannten Treffpunkten suchtkranke Menschen nehmen zwei Streetworker Kontakt zu den Betroffenen auf und versuchen gemeinsam mit ihnen Lösungswege für ihre Probleme zu erarbeiten. Dies alles geschieht in Kontakt mit Polizei, Ordnungsamt, Drogenberatung, Nordstadt.Mehr.Wert, Martin-Luther-Kirche, AK Nord, Sozialberatung und Ambulante Hilfe. Einsatzorte waren bisher: Sedanstraße, Wallstraße, Peiner Straße/Martin-Luther-Kirche, Friedrich-Nämsch-Park, Jakobikirche, Steingrube, Marienfriedhof und die Rolltreppe am Almstortunnel. Ein erstes Zwischenfazit fällt durchaus ermutigend aus: „Hier sind zum Einsatz der Streetworker bisher nahezu ausschließlich positive Rückmeldungen eingegangen“, verrät Dirk Schröder (Stadt Hildesheim, Dezernent für Jugend, Soziales, Schule, Sport und Kultur). „Die positiven Rückmeldungen beziehen sich auf sämtliche Einsatzorte im Stadtgebiet. Die Streetworker sollen für die Menschen auf der Straße als städtische Ansprechpartner zur Verfügung stehen, in kritischen Situationen vermitteln und mit den betroffenen Menschen Spielregeln für den Aufenthalt im öffentlichen Raum entwickeln. Nach Feststellungen der Polizei hat sich in der Wallstraße eine Trinkerszene etabliert, erläutert Rainer Kahr, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Hildesheim. „Mit fortschreitendem Tagesverlauf neigt diese Gruppe zu alkoholbedingten Auffälligkeiten. Im Wesentlichen kommt es zu Streitigkeiten untereinander, die nicht selten in körperliche Auseinandersetzungen sowie Sachbeschädigungs- und Beleidigungsdelikten münden.“ Polizeilich wird diesem Phänomen mit einer vermehrten Anwesenheit von Polizeikräften der Innenstadtwache und des zuständigen Kontaktbeamten sowie ständigen Kontrollen des Einsatz- und Streifendienstes begegnet. „Entsprechende Maßnahmen (zum Beispiel Platzverweise/Aufforderung zur sofortigen Beseitigung von Verschmutzungen etc.) können immer nur die aktuelle Eskalation beseitigen, nicht aber das Problem an sich. Insoweit wird das Zusammenspiel mit den städtischen Streetworkern als durchaus hilfreich, sinnvoll und zielführend bewertet“, erklärt Kahr. Das Ordnungsamt der Stadt Hildesheim verzeichnet keine Steigerung der Vorfälle und teilt den Eindruck der Polizei: „Die Zusammenarbeit mit Streetworkern Polizei und den anderen Kooperationspartnern funktioniert hervorragend – das Projekt sollte so fortgesetzt werden“, so Petra Kick (Stadt Hildesheim, Fachbereichsleiterin Ordnung, Verkehr und Umwelt). Selbstverständlich ist es nicht so, dass sich seit dem Einsatz der beiden auf jeweils halben Stellen tätigen Streetworkern die Situation vollständig gebessert hat. Das anzunehmen, wäre auch realitätsfremd. „Immer dann, wenn unsere Streetworker vor Ort sind, können sie mäßigend auf die entsprechende Szene einwirken. Beide sind im Gespräch und Austausch mit den Menschen, vermitteln und beraten in Krisensituationen und werden mittlerweile von einzelnen Personen direkt aufgesucht. Die Kooperation mit sozialen Beratungsstellen, Ordnungsamt und Polizei wurde weiter intensiviert“, erklärt Dirk Schröder. Auch die Erfahrungen der Streetworker selbst sind durchaus positiver Natur: „Die Menschen auf der Straße signalisieren immer wieder, dass sie sich über das Projekt freuen und dies als Respekt gegenüber ihnen wahrnehmen. Sie fühlen sich als Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen gewürdigt“, erklärt Norbert Schulz (Stadt Hildesheim, Streetwork). Seine Kollegin Jennifer Wilkening ergänzt: „Nicht jeder Vorfall, der sich in den entsprechenden Bereichen ereignet, kann den suchtkranken Menschen zugeschrieben werden. Unsere Erfahrungen belegen, dass häufig ganz andere Gruppen dafür verantwortlich sind.“ Dirk Schröder sieht für „Streetwork“ in Hildesheim gute Perspektiven: „Wir wollen das Konzept weiter entwickeln, mit dem Ziel, dass sich die Situation in der Wallstraße und anderen Bereichen verbessert. Dabei möchten wir auch Anwohner und Geschäftsleute mit einbeziehen: Aktuell wurde noch einmal Kontakt zu ihnen aufgenommen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren. Auch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität an bestimmten Orten kann dazu beitragen, dass in diesen Bereichen weniger Vandalismus oder Vermüllung stattfindet.“

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