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Ehemaliges DJK-Gelände wird zu einem Wohn- und Dienstleistungsstandort

KieselrotDie ehemalige Sportfläche an der Pappelallee (Georg-Brauns-Platz) besteht seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Anfang der 1960er Jahre wurde auf Teilflächen sogenanntes Kieselrot aufgebracht. Dabei handelt es sich um Halden- und Laugenrückstände aus der Kupfererzgewinnung, die als „Tennenbeläge“ für Sportplätze verwendet wurden. Im Jahr 1991 wurde erstmalig festgestellt, dass das Material hochgradig mit Dioxinen belastet ist. Das Bundesumweltministerium hielt bereits damals eine langfristige Sanierung dieser Flächen für erforderlich.


Im Jahr 2009 wurde die Nutzung als Sportfläche endgültig eingestellt. Mit der städtebaulichen Neuordnung des benachbarten Phoenix-Geländes wurde somit auch eine Anpassung der Flächennutzung erforderlich. Das Gebiet wird zu einem Wohn- und Dienstleistungsstandort entwickelt. In der Vergangenheit wurden mehrere Bodenuntersuchungen durchgeführt, die der Ermittlung der tatsächlichen Schadstoffbelastungen und der Kosten für eine Sanierung dienten. Dabei stellte sich heraus, dass nur der eingezäunte Bereich des ehemaligen Sportplatzes mit all seinen Anlagen betroffen ist. Der an die Paschenhalle angrenzende Spielplatz sowie der dort verlaufende Fußweg weisen keine Kieselrotbelastungen auf und müssen daher nicht saniert werden. Die Sanierung kostet ca. 1,9 Millionen Euro. Dank bei der EU, dem Bund und dem Land Niedersachsen eingeworbener Fördermittel reduziert sich der städtische Eigenanteil jedoch auf ca. 372.000 Euro. Derzeit wird die Baustelle eingerichtet. Die Sanierungsarbeiten beginnen mit der Abfuhr des belasteten Materials am Montag, 14. Oktober und dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2014. Von den Arbeiten direkt betroffen sind lediglich die unmittelbaren Nachbarn, die Sparkassen-Arena und die Polizei- Dienststelle. Die Baustelle wird so eingerichtet, dass die Fahrzeuge, die den abgeschobenen belasteten Boden zu den jeweiligen Entsorgungsanlagen transportieren, den kontaminierten Bereich nicht befahren müssen. So wird unter anderem auch sichergestellt, dass die umliegenden Straßen nicht verunreinigt werden. Die Verkehrsführung wird über die Pappelallee und die B1 erfolgen. Dadurch sind die Wohngebiete Moritzberg vom zusätzlichen LKW-Verkehr, den die Sportplatzsanierung mit sich bringen wird, nicht betroffen. Im Zuge der Sanierung ist es erforderlich, den gesamten vorhandenen Grünaufwuchs und das Buschwerk auf dem Sportplatz zu entfernen. Zudem müssen einige Bäume gefällt werden, insbesondere entlang des Kupferstrangs. Die Bäume an der B1 bleiben jedoch erhalten. Als Ersatz für die gefällten Bäume sind im Zuge der Folgenutzung und Neubebauung jedoch entsprechende Ersatzpflanzungen vorgesehen. Bis zur endgültigen Folgenutzung des ehemaligen Sportplatzes wird die sanierte Fläche eingegrünt.

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