Der freche Monatsanzeiger mit Informationen, Unterhaltung, Tipps, Trends,
Terminen und Inserationen aus Stadt und Land Hildesheim

31134 Hildesheim • Telefon: 0 51 21/2 04 07 33 • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Derzeit wird die „Integrierte Verkehrsentwicklungsplanung (IVEP) Hildesheim 2025“ öffentlich diskutiert. Die Stadtverwaltung will – gemäß des Ratsbeschlusses aus dem November 2010 – alle noch ausstehenden Einzelmaßnahmen den städtischen Gremien, insbesondere auch den Ortsräten, zur Diskussion vorlegen und schrittweise umsetzen. Dabei, so die Stadtverwaltung, bestehe entgegen anderslautender Berichterstattungen kein Zeitdruck. Tatsächlich sind bisher genau die Beschlüsse nicht umgesetzt worden, die in der Öffentlichkeit heftige Diskussionen ausgelöst haben. Jetzt stellt die Stadtverwaltung auf einer Online-Plattform die fraglichen Änderungen bis Monatsende zur Diskussion. Jeder Bürger darf mitmachen.
Zu anderslautenden Berichterstattungen teilt die Stadtverwaltung mit: Der Ratsbeschluss sieht genau diese schrittweise Umsetzung der Einzelmaßnahmen bis zum Jahr 2025 vor. Insofern ist der Vorwurf, die Stadtverwaltung verschleppe das Verfahren, absolut haltlos. Die Verwaltung muss lediglich hinsichtlich der EU-Vorgaben in Sachen „Luftreinhaltung“ und „Lärmminderung“ von Zeit zu Zeit ihre Anstrengungen nachweisen. So wird noch im Sommer der Lärmaktionsplan dem Stadtrat vorgelegt, um den Vorgaben Genüge zu tun.
Wie geht es weiter? Bürgerbefragung per Internet? Tempo 20 in der Schuhstraße?

SchuhstraßeViele Einzelmaßnahmen der IVEP wie die Erarbeitung des Radverkehrsnetzes, die Erweiterung der Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr, die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung, die Rad- und Fußgängerquerung der Kaiserstraße (Höhe Osterstraße). Außerdem die Aufhebung von Pflichtradwegen in der Alfelder Straße und der Kurt-Schumacher-Straße, die Einrichtung fußgängerfreundlicher Lichtsignalanlagensteuerung (Steuerwalder Straße, Goslarsche Straße/Sedanallee, Kardinal-Bertram-Straße, Zingel) oder die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger (Welterbequartier, Einumer Straße) sind in 2011 und 2012 nach Bestätigung der städtischen Gremien auch längst umgesetzt worden. Weitere Maßnahmen wie die Tempo 30-Zone „Innenstadtring“, das Bewohnerparken im Michaelisviertel oder der Neubau des ZOB inkl. neuer Radabstellanlagen befinden sich aktuell in Umsetzung. Projekte wie zum Beispiel „E-Mobilität“ sollen bis 2015 realisiert werden. Die Verwaltung befindet sich dabei voll im vorgesehenen Zeitplan. Einige noch nicht umgesetzte Handlungsempfehlungen des Gutachters (Tempo 20 Schuhstraße, Sperrung eines Abschnitts der Roonstraße für den Kraftfahrzeugverkehr etc.) hält die Stadtverwaltung für diskussionswürdig und möchte dazu gerne die Meinung der Bürgerinnen und Bürger hören.

Bürger können sich im Internet an der Diskussion beteiligen: Bis zum 28. März sind die Bürgerinnen und Bürger Hildesheims aufgerufen, ihre Meinung zu diesen Handlungsempfehlungen zu äußern und damit zu der in Kürze anstehenden Diskussion in den politischen Gremien beizutragen. In einem parallel geschalteten Gästebuch besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Kommentare zum Thema abzugeben.Die Zwischenstände der Ergebnisse sind stets aktuell einsehbar, das Endergebnis wird nach Abschluss der Umfrage veröffentlicht. Dazu steht unter www.hildesheim.de/ivep-umfrage eine kurze Online-Umfrage mit Erläuterungen bereit.


WEBSEITE WURDE GESPERRT
In unserer Print-Ausgabe vom 09. März haben wir auf die Möglichkeit hingewiesen, per Mausklick seine Meinung zu einigen Beschlüssen der „Integrierten Verkehrsentwicklungsplanung (IV EP) Hildesheim 2025“ äußern zu können. Unter einigen anderen Fragen zu den Beschlüssen gehörte auch die Frage „Was halten Sie davon in der Schuhstraße einen verkehrsberuhigten Bereich mit einem Tempolimit von 20 km/h einzurichten?“ Die Frage konnte per Mausklick mit „Das finde ich gut“, „Das finde ich nicht gut.“ oder „Dazu habe ich keine Meinung.“ beantwortet werden. Zusätzlich konnte in einem folgenden “Gästebereich auch die eigene Meinung zu dem Thema formuliert werden. Die Webseite ist seit heute nicht mehr zugänglich. Interessant wäre zu erfahren, warum Oberbürgermeister Kurt Machens seine Initiative abgebrochen hat. Die „Integrierte Verkehrsentwicklungsplanung (IV EP) Hildesheim 2025“ ist, wie der Name aussagt, eigentlich ein Beschluss, den es für die Stadtverwaltung, mit Herrn Machens an der Spitze, gilt auszuführen. Gleichzeitig hat ein „Verwaltungschef“ natürlich die Aufgabe die Beschlüsse auf Sinn und Machbarkeit zu überprüfen. Wenn Stimmen in der Öffentlichkeit laut werden, die die Inhalte des Beschlusses in Frage stellen, so macht eine nochmalige Überprüfung Sinn. Insbesondere wenn eine Umfrage ergibt, dass die Bürger mit der Umsetzung nicht einverstanden sind.
In diesem Fall würde es dem Stadtrat gut anstehen, die Inhalte nochmal zu prüfen bzw. prüfen zu lassen.

Letzte Meldung: Nach Aussage der Pressestelle der Stadt Hildesheim, sei die Umfrage gestoppt worden, weil sie Opfer eines Hacker-Angriffes geworden sei. Die Zahlen seien unter Ausschaltung von Sicherheitsvorkehrungen manipuliert worden. Die Zahlen der Umfrage, die vor der Manipulation relevant gewesen seien, sind aber gespeichert worden und könnten zur Meinungsbildung herangezogen werden!


Lesen Sie dazu auch den weiterführenden Beitrag:


Kommentar hinzufügen

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Aktuell sind 31 Gäste und keine Mitglieder online

Die nächste Ausgabe wird online gestellt am:

12.05.2018 - 00:01 Uhr

Noch

 

Marktplatz

Online-Kleinanzeigen-

markt