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Alte Blutbuchen in Brühl und Liebesgrund bleiben stehen

Mit hohem Aufwand hat sich die Stadt Hildesheim Gewissheit darüber verschafft, dass zwei als Naturdenkmal geschützte alte Blutbuchen im Hinteren Brühl bzw. im Liebesgrund noch die erforderliche Bruch- und Standsicherheit aufweisen und verkehrssicher sind. Mittels Zugversuchs kam ein unabhängiges Sachverständigenbüro zu diesem Ergebnis. „Wir haben in diesen beiden Fällen externe Expertisen eingeholt, um verantworten zu können, dass die beiden markanten Baumriesen stehen gelassen werden können“, erklärt Heinz Habenicht (Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün) die aufwändige Untersuchung.


„Unser Ziel ist es immer, Bäume zu erhalten und nicht zu fällen.“ Die ca. 160 Jahre alte Blutbuche im Hinteren Brühl ist von einem Lackporling befallen, der sich durch das Holz frisst. Um zu ermitteln, inwieweit die Zersetzung die Standsicherheit beeinträchtigt, wurde – wie bereits vor fünf Jahren schon einmal – unter einer Zuglast von 1,6 Tonnen eine Windlast bei Orkan simuliert. Ergebnis: Der Baum kann stehen bleiben.

Zu dem gleichen Schluss kommt der Sachverständige bei der Blutbuche auf Höhe des Drei-Eulen-Denkmals im Liebesgrund. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Krone zwei Meter in die Höhe und seitlich eingekürzt wird. Dies ist inzwischen geschehen. Zudem ist die Buche nun aus Gründen der Verkehrssicherheit mittels eines Seiles mit zwei benachbarten Bäumen verbunden, um regelmäßig überprüfen zu können, ob sich Änderungen in der Neigung des Stammes ergeben. „Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre der Erhalt des Baumes nicht zu rechtfertigen. Da es sich aber um ein besonders markantes und ortsprägendes Exemplar handelt, haben wir uns ausnahmsweise dazu entschlossen, den Baum mit großem Aufwand zu erhalten“, erklärt Habenicht. Damit bleibt zumindest das letzte Exemplar des einstmals aus drei Bäumen bestehenden Naturdenkmales im Liebesgrund bestehen. 2012 und 2013 musste je eine Blutbuche am Standort gefällt werden, da die Standsicherheit aufgrund von massivem Pilzbefall verursachter Wurzelfäule nicht mehr gewährleistet war. „Wir hoffen, dass die letzte verbliebene Blutbuche an dieser markanten Stelle zumindest noch einige Jahre erhalten bleiben kann“, so der städtische Baumpfleger Ralf Severith.

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