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Madi Biso nimmt an Sichtungsturnier in Dortmund teil –

Sein „Heim“platz im Nämsch-Park braucht dringend eine Sanierung

Madi BisoMadi Biso kommt aus einer fußballbegeisterten Familie. Der 14-Jährige hat eine ordentliche Portion Talent abgekommen, und mit der C-Jugend des SC Itzum läuft es bestens für ihn. „Wir haben bis jetzt alles gewonnen und stehen auf Platz eins“, sagt er stolz. Itzum ist sein Stammverein – doch sein Heimatplatz ist das Bolzfeld im Friedrich-Nämsch-Park in der Nordstadt. Hier trifft sich Madi Biso beinahe täglich mit seinen Freunden zum Kicken. Als im Sommer ein paar hundert Meter weiter der Real-Junior-Cup ausgelobt wurde, nahmen sie teil und holten prompt den Pott. Kein Wunder bei der Trainingsdichte! Madi Biso wurde außerdem zum besten Spieler des Turniers gewählt. Das brachte ihm eine Einladung nach Dortmund ein: Dort sichteten vier Jugendtrainer des großen BVB am Wochenende 100 Junioren aus ganz Deutschland – das Ergebnis wird demnächst bekannt gegeben. „Die ganze Geschichte wäre beinahe schon vorher gescheitert, weil Madi nicht wusste, wie er nach Dortmund kommen sollte“, berichtet Karin Hauk.


Madi BisoSie engagiert sich in der Nordstadt unter anderem in der Nämsch-Park-Initiative. Als sie von Madis Dilemma hörte, bot sie sich spontan an, ihn zum Sichtungstraining nach Dortmund zu chauffieren. Während Madi gespannt darauf wartet, ob er zu den 15 Auserwählten gehört, die in eine zweite Sichtungsrunde kommen und außerdem zu einem BVB-Heimspiel eingeladen werden, sorgen sich Karin Hauk und viele andere um den Zustand des Bolzplatzes: „Wenn es regnet, steht er zehn Zentimeter unter Wasser.“ Manfred Böse, Leiter des angrenzenden Kinder- und Jugendhauses Nordstadt, ergänzt: „Wenn es einen regenreichen Sommer gibt, ist der Platz fast ganzjährig nicht zu bespielen.“ Madis erwachsener Bruder Emad Biso, fasst die Misere zusammen: „Das ist ein Anlaufpunkt für wirklich viele Jugendliche hier, und es ist schade, dass er in einem so schlechten Zustand ist.“

Die Stadt Hildesheim hat sich den Platz schon angeschaut. Ergebnis: Eine Sanierung samt neuer Drainage würde laut erster Schätzung 30.000 Euro kosten, die gibt der Haushalt nicht her. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Nordstadt wollen es nun selber in die Hand nehmen und versuchen, Spenden und Fördermittel für die Sanierung des Platzes zu sammeln. Frank Auracher, Leiter des Stadtteilbüros und des Projekts Nordstadt.Mehr.Wert, hat über die Lebenshilfe einen Zuschuss aus Mitteln des Hartz-IV-Bildungs- und Teilhabepakets beantragt. Dies könne ein Türöffner für Stiftungsgelder und Spenden privater Unternehmen sowie von Einzelpersonen sein, hofft Frank Auracher.

Bolzplatz„Und wir werden natürlich die Jugendlichen auffordern, sich selbst einzubringen und zum Beispiel beim Auskoffern des Platzes zu helfen. Sonst ist das nicht zu schaffen.“ Der nächste Schritt besteht darin, einen detaillierten Kostenplan zu erstellen und zu klären, wie viel in Eigenleistung umgesetzt werden kann. Bestimmt wird Madi Biso gerne mit anpacken – es sei denn, der BVB ruft. Spenden ab sofort willkommen: Lebenshilfe-Spendenkonto „Bolzplatz“, Volksbank Hildesheim, Konto 7732101, BLZ 259 900 11.

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