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Der erste Vorsitzende Ansgar Lehne stellt sich überraschend nicht mehr zur Wahl!

Schützenfest am „Tag der Niedersachsen“ auf der Steingrube?

Die Mitglieder erfuhren es erst tags zuvor aus der Zeitung. Die Gerüchteküche hatte sich bewahrheitet. Ansgar Lehne, fast 15 jahre 1. Vorsitzender der Hildesheimer Schützengesellschaft von 1367, trat zur Wahl zum 1. Vorsitzenden nicht wieder an. Unter Hinweis auf das große Jubiläum in zwei Jahren und nach über 25 Jahren Vorstandsarbeit, wolle er seinem Nachfolger genug Zeit lassen, sich auf die „650-Jahr-Feier“ in 2017 vorzubereiten. Das Feld sei bestellt. Ein Neuer solle es nun ernten. Die Mitglieder nahmen diese Begründung zur Kenntnis. Im kleinen Kreis wurde die jedoch nicht ganz akzeptiert und man rätselte an diesem Abend viel daran herum, was Lehne wohl zu diesem Schritt bewogen habe.


In seiner Eröffnungsrede hob Lehne noch einmal die Neuerungen und Änderungen der Veranstaltungen in 2014 hervor. So besonders den Schützenball, der von Beisitzer Christian Schäfer zwar anders, aber äußerst erfolgreich gestaltet worden sei. Besonders stolz sei man auf den Erlös der Tombola in Höhe von mehr als 2500,- Euro, der in diesem Jahr dem Rotary-Club zur Verschönerung der „Herberge zur Heimat“ zur Verfügung gestellt werde. Der Schützenball mit über 300 Gästen hatte in diesem Jahr keinen langen Show-Teil, sondern Gruppen von „Ars Saltandi“, zeigten immer mal wieder zwischendurch ihr Können mit Tanz, Artistik und Feuerzauber. Für die Musik waren wieder die James-Steiner-Band und DJ Wolle verantwortlich und insgesamt sei der Schützenball wieder auf dem „aufsteigendem Ast“. Viele Teilnehmer berichteten erfreut von einer tollen, unterhaltsamen Tanznacht. Nebenbei zeigte Ansgar Lehne einem eventuellen Nachfolger die Projekte auf, die auf den zukommen, bzw. unter dessen Ägide zu lösen seien.

 

„Verein Hildesheimer Volksfest“: Wiedergeburt „Schützenfest“

 

 

 

 

 

Nicht zuletzt ginge es da um die Erneuerung des Schützenfestes. Insbesondere hier, die Platzierung eines solchen, in kleiner Form, am „Tag der Niedersachsen“. Das Hildesia-Stadtfest sei da schon ein kleiner Probelauf für das „Niedersachsen-Wochenende“ gewesen. Mit Festzelt, kleinen Fahrgeschäften und Imbißständen, solle es auf der Steingrube rund gehen. Denn immerhin würden mehrere zehntausend Besucher erwartet. Mathias Mehler von der Event-Werft habe seine Unterstützung zugesagt, allerdings keine Kostenübernahme. Das Risiko sei nach den Verlusten im vergangenen Jahr zu hoch. Noch fehle es an der Finanzierung und das Projekt insgesamt sei noch nicht in trockenen Tüchern. Der VHV (Verein Hildesheimer Volksfest) und damit Schützen und Junggesellen, würden mit Hochdruck an der Umsetzung arbeiten. Im Festzelt solle es an drei Tagen neben einer hochrangigen Musikveranstaltung am Freitag, am Samstag die Vesper und am Sonntag nach dem Trachtenumzug, Musik und einen Schankbetrieb geben. Auch zum geplanten Trachtenumzug gab es Informationen. Auf den Umzug, ausgerichtet vom Land Niedersachsen, habe man keinen Einfluß. Die Schützen und Junggesellen könnten je einen anderen Verein zur Teilnahme einladen und einen Musikzug mitnehmen. Das sei alles. Bekäme die Damengruppe der HSG keine Genehmigung zur Teilnahme, würde man selbstverständlich diese als Gäste einladen. Der Umzug sei ein Trachtenumzug ohne Fahrzeuge, mit Gästen aus ganz Nieder- sachsen. Wer nicht gut zu Fuß sei, könne nicht dabei sein. Abschließend machte Lehne noch die Alterstruktur in der HSG zum Thema. In diesem Jahr sei die Anzahl der Mitglieder auf 251 gestiegen, aber über 50 Prozent seien über 60 Jahre und älter. Diese Entwicklung gelte es zu stoppen.

 

Nach den Ehrungen – Ran an die Neuwahlen

Dann wurden etliche Schützen für langjährige Mitgliedschaft geehrt und nach den Informationen der einzelnen Sparten, wie Sportschießen, Nachwuchsförderung und Kassenbericht, kam es endlich zu den inzwischen heiß erwarteten Neuwahlen.

Zunächst stand die Nachfolge des Schriftführers an. Rechtsanwalt Erhard Hallmann, stellte seinen Posten ebenfalls vor Ablauf der Amtszeit frei. Sein Nachfolger, Walter Schäfer, wird dieses Amt weiterführen. Wegen beruflicher Belastung, hatte auch Jan Machens frühzeitig als Jugendleiter aufgehört und der Jugenwart Bernd Dargus, z. Zt. im Krankenhaus, stand regulär zur Neuwahl heran. Deren Verantwortung werden zukünftig René Reimers als Jugendleiter und Andreas Hagemann als Jugendwart übernehmen. Neuer Sportwart für Jagdschießen wurde Thorsten Schütze, als Nachfolger von Alfred Kellner und Kai-Uwe Wulf-Sterr, wurde als Schatzmeister von seinen Schützenbrüdern im Amt bestätigt. Zuletzt also kam die Wahl eines neuen 1. Vorsitzenden. Nur ein Kandidat wurde vorgeschlagen. Der 38-jährige Unternehmer und Orthopädie-Schuhmachermeister Frank Meyer. Auch der wurde ohne Gegenstimme, bei 7 Enthaltungen, gewählt und bekam von Ansgar Lehne die Amtskette umgehängt.

 

Genug Zeit für den neuen 1. Vorsitzenden

In seiner Antrittsrede versprach Meyer alles ihm mögliche zum Wohle der Schützengesellschaft einzusetzen. Auf ausgelegten Schreibblöcken möge man Sorgen und Meinungen notieren und die Bögen in einen dafür vorbereiteten Behälter legen. Er werde in den nächsten 8 Wochen diese Anregungen auswerten und danch zu einer Sondersitzung einladen, in der alles was die Mitgleider bewege, zur Sprache kommen solle. Zunächst aber brauche er Zeit, um einen Überblick in der Gesellschaft zu bekommen, wies aber darauf hin, dass er durch vorherige Einsätze in anderen Vereinen, durchaus in der Lage sei, die Materie schnell zu verinnerlichen um Lösungsansätze, wie zum Beispiel für das Schützenfest, anzubieten. Das hörte sich gut an. Bei Schnittchen und Getränken wurde über „die Neuen“ diskutiert und Ausklang war weit nach 22.00 Uhr. Die Gemüter einiger Mitglieder waren durch die Überraschungen des Abends doch aufgewühlt. Dem neuen Vorsitzenden aber wolle man genügend Zeit geben, seine Vorstellungen umzusetzen.

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